Ursachen

Geschichte

Diese Behandlungen sind standardmäßig noch zunehmend in der Augenheilkunde eingesetzt. Die Ergebnisse sind oft enttäuschend (siehe unten).

Hornhaut-Injektion mit Tusche. Danach wird Platinchlorid angewendet um eine Pupille herzustellen.
Hornhaut-Injektion mit Tusche.


Eisensulfat mit 5% Gerbsäure.
Auge mit Platinchlorid und 5% Gerbsäure behandelt.


ein unbehandeltes Auge.
eine farbige Abdeck-Linse auf das unbehandelte Auge.


Pupille als Abdeck-Linse.
Pupille als Abdeck-Linse.

Links

www.edulazalf.nlwww.braininnovations.nl www.dermatografie.nl



Schaden der Hornhaut

Einführung

Bei Hornhautschäden muss der Patient in den meisten Fällen drei störende Auswirkungen hinnehmen: Die kosmetischen Nachteile sind offensichtlich, aber viele Menschen unterschätzen die seelischen und köperliche Probleme.

Seit jeher gibt es Vorurteile wenn die Hornhaut beschädigt ist. Für die Aussenwelt sieht die Verfärbung der Hornhaut seltsam aus. In verschiedenen Kulturen werden Menschen ausgeschlossen, wenn sie den "bösen Blick" haben. In unserer westlichen Kultur bekommt der Patient oft negative Kommentare und wird daher unsicher. Manchmal kann er/sie nicht mehr richtig funktionieren wegen den daraus resultierenden psychischen Probleme.


Ursachen von Hornhautschäden

Es gibt viele Ursachen warum Hornhautschäden auftreten können, sowohl im häuslichen Umfeld als auf der Arbeit.
Um nur Einige zu nennen:
● Splitter aus Holz, Metall oder Glas.
● Scharfes Spielzeug, Stifte, Pfeile aus Papier.
● Verätzungen (zum Beispiel durch Säuren oder Laugen).
● Infektionen.
● Häufige Operationen an der Hornhaut, wodurch sie sich verfärbt.
● Mangel an Vitamin A. Dies wird durch unausgewogene Ernährung verursacht und tritt in Ländern der Dritten Welt häufig auf.


Geschichte

● Eine der ältesten Behandlungsmethoden für Hornhautschäden ist das Tätowieren. Galenus hat schon in 180 n.C. eine Methode beschrieben womit man weisse Flecken auf der Hornhaut schwarz färben konnte.
● Seit 1870 haben Augenärzte sich zunehmend auf die Tätowierung der Hornhaut verlegt, mit dem Ziel:
● Färbung der hellen Flecken oder Narben ("Leukom") auf der Hornhaut - besonders störend, wenn sie auf der schwarzen Pupille oder einer dunklen Iris liegen.
● Rundung der deformierten Pupillen.
● Abdeckung der Hornhauttrübung.

Hornhaut-Injektion mit Tusche. Danach eine Abdeck-Linse angewendet. Diese Methode wird bis heute in der ganzen Welt verwendet.
● Nachahmung der Irisfarbe.

Handbemalte Linsen.
● Ersatz des natürlichen Pigments in der Hornhaut und Bindehaut (Albinismus).
● Nachahmung des ganzen Augapfels in verschrumpelten Augen, als Ersatz einer Glasprothese.
● Es wurden viele verschiedene Instrumente zum Einsetzen von Farbstoffen verwendet. Bisher behandelt man verfärbte Hornhaut weltweit mit winzigen Injektionen mit unter anderem Ausziehtusche, Platinchlorid, Hydrazinhydrat oder Eisensulfat mit 5% Gerbsäure.
● Die erzielten Ergebnisse waren bis 1990 schlecht: die Farbstoffe blieben kaum an ihrer Stelle oder verursachten Irritationen und Entzündungen. Deshalb wendete man im zweiten Schritt in der Regel eine Schalenprothese an.


Behandlung durch einen Augenarzt

Heute wird der Augenarzt in der oben genannten Hornhautschäden zuerst versuchen, um die Sicht in dem Auge zu behalten. Das gelingt nicht immer: in 30% aller Hornhautschäden ist das Auge völlig blind. Bei 70% gibt es immer noch etwas Licht, das, wie zuvor erwähnt, störend ist.

Wenn keine operativen Ergebnisse mehr erreicht werden können, wird häufig eine Art von Kontaktlinse angemessen, die Schalenprothese. Diese Protheses kann man bekommen in Farbe, und mit oder ohne einer Pupille. Viele Patienten bekommen mit der Zeit Probleme mit der Schalenprothese, so dass sie entfernt werden muss. Ein weiterer Nachteil der Schalenprothese kann sein, dass sie nicht haften bleibt. In einigen Fällen kann der Patient auf Anfrage des Augenarztes mit Keratographie behandelt werden.


Forschung

Viel weniger bekannt ist, dass - wie unsere eigene Forschung in den vergangenen 10 Jahren gezeigt hat – bei mehr als 73% der Patienten mit Hornhautverletzungen zusätzliche körperliche Symptome auftreten. Auch wenn man von einem blinden Auge spricht, kann die beschädigte Hornhaut dennoch scharfes Licht durchlassen (Lichtphobie). Dies hat einen nachteiligen Effekt auf die Wahrnehmung des gesunden Auges. Darüber hinaus kann die verzerrte Wahrnehmung zu Kopfschmerzen und Müdigkeit führen.

Patienten mit schwerer Lichtphobie.
Diese körperlichen Symptome können oft vollständig reduziert werden durch Verwendung der Keratographie. . Aufgrund der guten kosmetischen Ergebnisse tritt in der Regel auch eine signifikante Verbesserung der psychischen Symptome auf, wodurch der Patient sozial besser funktionieren kann.


Keratographie

Keratographie ist eine wissenschaftlich nachgewiesene Methode für dauerhafte Färbung durch Pigmente in der Hornhaut. Die Gründer dieser Spezialisierung, Eddy M. van der Velden und Dr. Jan Kok, haben im Jahr 1990 in das Akademisches Medizinisches Zentrum (AMC), Abteilung Ophtalmologie in Amsterdam, den Grundstein gelegt für das, was seit 1995 Keratographie genannt wird (der Begriff Keratographie ist zusammengestellt durch Prof. Dr V. Clauss und E.M. van der Velden). Hierüber sind auch medizinische Publikationen und Fernsehsendungen verschienen.

Neben der ambulanten Behandlung von Patienten in der Augenheilkunde-Abteilung des AMCs, forschten Kok und Van der Velden meistens (bakteriologisch, histologisch und elektronenmikroskopisch). So wurden die Eigenschaften der verwendeten Farbstoffe untersucht mit dem Ziel, aus zu schliessen dass diese schädlich sein könnten für die Anwendung im Auge.

Dies hat resultiert in der Verfügbarkeit einiger Pigmente die bewiesen haben, dass sie völlig sicher für den Einsatz in der Hornhaut zu zu wenden sind.

Seit 1995 wird Keratographie von E. M. van der Velden angewendet in der Augenklinik Rotterdam (1995-2008), der Ludwig-Maximilian-Universität, Abteilung Ophtalmologie in München (1996-2012), das Tilganga Eye Centre in Kathmandu, Nepal, und in der Klinik für medizinische und ästhetische Dermatographie in Arnheim.